Lübecker Nachrichten vom 26.01.1999
Die Silbermöwen feierten ihren Prinzenball
Steppende
Karnevalistinnen
"Wir stehen Köln im Feiern in
nichts nach", verkündete der Stadtprinz Volker I. den Narren und
Närrinnen, die zahlreich zum Prinzenball '99 der Karnevalsgesellschaft Silbermöwe erschienen waren. Der
Raum im Möwenpick Hotel wandelte sich unter dem dreifach donnernden
"Lübeck, Ahoi" in eine Halle des Frohsinns und der Tollerei. Garden,
Fanfarenzug, Büttenreden und zahlreiche Showeinlagen
begeisterten die Gäste.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Peter Schlößl und dem umjubelten Einzug
des Stadtprinzenpaares Claudia I. und Volker I., zu dessen Ehren die
Grün-Weißen den Ball gaben, ging's dann auch gleich
schwungvoll los. Als erstes Tanzmanechen trat die siebenjährige Janina
Schacht auf. "Ich bin nicht aufgeregt, aber meine
Mama", gestand sie etwas schüchtern der begeisterten Narrenschar.
"Die Kur" von Anita Nico-las, die seit über zehn Jahren
in die Butt steigt,
entlockte den Jecken und Jeckerinnen
ein herzliches Lachen. Zwischen den
Darbietungen gab es für die Narren Zeit zum Tanzen. Stolz wurde die
Stepptanzgruppe des Vereins empfangen. Die Damen sind nach eigenen Angaben
die einzigen steppenden
Karneva-listmnen Deutschlands. Mit einer witzigen Verkleidung und zur Freude der Anwesenden
klapperten sie einen Tag aus dem Leben der
Handwerker. Der Fanfarenzug der Silbermöwe spielte zum ersten Mal in geschlossenen Räumen. Aber einen echten Jecken,
kann nichts erschrecken. Und so lauschten sie dem
Zug mit Begeisterung.
Gast auf dem Prinzenball war Ellen Lehmann.
Sie ist das Tanzmanechen des LC Potsdam Babelsberg Kamevalsvereins, dritte der
deutschen Meisterschaften. Einer der Höhepunkte des Abends war ohne Zweifei die
Spendenübergabe an Erika Bade. 1111,11 Mark gingen an die Deutsche Gesellschaft
für Muskelkranke in Lübeck.
Einen erneuten Angriff auf die Lachmuskeln
startete Claus Michael Nicolas, der als Bildzeitungsverkäufer seine Büttenrede
hielt. Seit über 30 Jahren ist er nun schon dabei. In einer Schaudarbietung
wurde "Das Liebesleben des Mannes im Mond" vorgeführt. Das
Showballett, Norddeutscher Meister, zappte mit "Tome-warp" durch die
Zeit, und weitere Showtänzer traten als Waldgeister auf. Das krönende Finale
bestritten Garde und Fanfarenzug. Gefeiert wurde dann noch bis in die Morgenstunden.